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Ein Energiemanagementsystem für Ihr Unternehmen | Ecoways

Geschrieben von Ecoways | 07.07.2026 14:11:57
TL;DR – Die wichtigsten Erkenntnisse:


  • Ein Energiemanagementsystem, kurz EMS, verbindet Windkraft, Solarenergie, Batteriespeicher, betrieblichen Verbrauch und Netzanschluss in einem System.
  • Es entscheidet intelligent, wann Strom direkt genutzt, gespeichert oder ins Netz eingespeist wird.
  • Für landwirtschaftliche Betriebe und KMU kann das helfen, Lastspitzen zu reduzieren und mehr eigene Energie selbst zu nutzen.
  • Das Ergebnis: ein besserer Überblick über den Energieverbrauch und mehr Kontrolle in einem Energiemarkt mit begrenzter Netzkapazität und sich ändernden Einspeiseregeln.

 

Ihr Unternehmen verbraucht heute an mehr Stellen Strom als früher.

Wenn Sie einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, haben Sie vielleicht Solarmodule auf dem Dach, eine kleine Windkraftanlage auf dem Hof und einen Batteriespeicher vor Ort. Gleichzeitig brauchen alltägliche Prozesse wie Kühlung, Belüftung, Maschinen, Beleuchtung und Melkroboter zuverlässig Energie. Für KMU sieht es ähnlich aus. Immer mehr Prozesse werden elektrifiziert, und nicht jeder Prozess braucht Strom zur gleichen Zeit.

Die Frage ist deshalb nicht mehr nur, wie viel Strom Sie benötigen. Es geht auch darum, wann Sie Strom brauchen, woher er kommt und was passieren soll, wenn Sie mehr erzeugen, als Sie gerade verbrauchen.

Ein Energiemanagementsystem, kurz EMS, hilft dabei, das zu steuern.

Ein EMS misst Ihre Energieerzeugung und Ihren Energieverbrauch. Anschließend verteilt es den Strom intelligent zwischen Solarmodulen, Windkraftanlage, Batteriespeicher, betrieblichen Prozessen und Netzanschluss. Für einen landwirtschaftlichen Betrieb kann das bedeuten, Windkraft, Solarenergie, Batteriespeicher, Melkroboter und Belüftung besser aufeinander abzustimmen. Für ein KMU kann es bedeuten, Solarmodule, Ladestationen, Maschinen, Kühlung, Heizung und Beleuchtung gezielter zu steuern.

Das Ziel ist praktisch: mehr eigenen Strom nutzen, unnötige Lastspitzen reduzieren und die Energiekosten besser im Griff behalten.

In diesem Blog zeigen wir Ihnen, wie ein Energiemanagementsystem für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb oder Ihr Unternehmen funktionieren kann.

 

 

Was ist ein Energiemanagementsystem?

Ein Energiemanagementsystem ist eine Kombination aus Hardware und Software, die die Energieflüsse an Ihrem Standort misst, analysiert und steuert.

Die Hardware erfasst Daten aus Ihren Energieanlagen. Dazu gehören zum Beispiel intelligente Zähler, Wechselrichter, Windkraftanlagen, Solarmodule und Batteriespeicher. Die Software macht aus diesen Daten konkrete Steuerungsentscheidungen. Sie zeigt, was gerade passiert, erkennt Verbrauchsmuster und steuert das System auf Grundlage der Regeln, die Sie festlegen.

Einfach gesagt beantwortet ein EMS den ganzen Tag über drei Fragen:

  1. Wo wird Strom erzeugt?
  2. Wo wird Strom verbraucht?
  3. Wohin soll die nächste Kilowattstunde fließen?

Die letzte Frage ist besonders wichtig.

Ein reines Überwachungssystem kann Ihnen zeigen, dass Ihre Solarmodule um 13:00 Uhr mehr Strom erzeugt haben, als Ihr Unternehmen zu diesem Zeitpunkt benötigt hat. Ein EMS geht einen Schritt weiter. Es kann entscheiden, was mit diesem Überschuss passieren soll. Zum Beispiel kann es die Batterie laden, die Einspeisung reduzieren oder einer von Ihnen festgelegten Regel folgen, etwa den Ladezustand der Batterie über 20 % zu halten oder die Einspeisung ins Netz zu begrenzen.

 

Der Ecoways-Ansatz

Ecoways arbeitet mit Tweaq zusammen, einem niederländischen EMS-Anbieter mit Sitz in Veldhoven.



Das System eignet sich für Standorte, an denen Batteriespeicher, Windkraft und Solarenergie kombiniert werden. Nutzer erhalten Zugriff auf ein zentrales Dashboard. Dort sehen sie, woher die Energie kommt, wohin sie fließt, wie viel verbraucht wird und wie voll der Batteriespeicher ist.

 

 

Ein kurzer Hinweis zu den Vorschriften

Seit dem 1. Januar 2026 müssen bestimmte größere Nichtwohngebäude in den Niederlanden mit einem Gebäudeautomations- und Steuerungssystem ausgestattet sein. Auf Niederländisch wird dieses System als GACS bezeichnet: Gebouwautomatiserings- en controlesysteem. Die Pflicht gilt für Gebäude mit Heizungs- oder Klimaanlagen mit einer Leistung von mehr als 290 kW. Ab 2030 sinkt dieser Schwellenwert auf 70 kW.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb oder jedes KMU automatisch ein solches System benötigt. Die genauen Anforderungen hängen vom Gebäude, der technischen Anlage und der Art der Energienutzung ab. Es bedeutet auch nicht, dass jedes EMS automatisch die gesetzlichen Anforderungen an ein GACS erfüllt.

Es zeigt jedoch, dass die niederländische Regierung von Unternehmen erwartet, dass sie ihren Energieverbrauch verstehen, Verschwendung reduzieren und aktiver mit Energie umgehen.

Für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe und KMU ist der Hauptgrund für die Einführung eines EMS praktischer Natur: mehr aus den eigenen Wind-, Solar- und Speichersystemen herauszuholen. Für Unternehmen mit höherem Energieverbrauch sorgt die Regulierung jedoch für zusätzliche Dringlichkeit.

 

 

Energiemanagementsystem oder Energieüberwachungssystem: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden oft zusammen verwendet, bedeuten aber nicht dasselbe.

System

Funktionsweise

Am besten beschrieben als

Energieüberwachungssystem

Misst und dokumentiert Energieverbrauch und -erzeugung

Zeigt an, was passiert ist

Energiemanagementsystem

Misst, analysiert und steuert Energieflüsse

Steuert die nächsten Schritte

 

Ein Energieüberwachungssystem zeigt, wann Energie erzeugt wird, wann sie verbraucht wird und wo Lastspitzen entstehen. Das kann besonders wertvoll sein, wenn ein Unternehmen sein Energieprofil besser verstehen möchte.

Ein Energiemanagementsystem, kurz EMS, geht einen Schritt weiter. Es nutzt diese Informationen und steuert aktiv, was als Nächstes passieren soll.

Ein Überwachungssystem kann zum Beispiel zeigen, dass in Ihrem Unternehmen häufig gegen 17:00 Uhr eine hohe Nachfragespitze auftritt. Ein EMS kann sich auf diese Spitze vorbereiten, indem es den Batteriespeicher vorher lädt und ihn entlädt, sobald der Bedarf steigt.

Wenn an Ihrem Standort mehrere Energieflüsse koordiniert werden müssen, ist ein EMS besonders relevant. Solarmodule allein lassen sich oft gut überwachen. Ein kombiniertes System aus Solarenergie, Windkraft, Batteriespeicher, Ladestationen und betrieblichem Energiebedarf braucht jedoch eine aktive Steuerung.

 

 

Wie steuert ein Energiemanagementsystem Ihre Energieflüsse?

Ein EMS misst, analysiert und passt an.

 

1. Messen und Analysieren

Das EMS beginnt damit, Daten von den angeschlossenen Systemen zu erfassen.

Dazu können gehören:

  • intelligente Stromzähler
  • Daten von Windkraftanlagen
  • Daten von Solarwechselrichtern
  • Ladezustand des Batteriespeichers
  • Ladestationen
  • Kühlsysteme
  • Lüftungssysteme
  • Produktionsanlagen
  • Pumpen
  • Beleuchtung
  • Heizungssysteme
  • Netzbezug und Netzeinspeisung

So erhält das EMS ein Echtzeitbild Ihres Standorts. Es erkennt, wie viel Energie erzeugt wird, wie viel verbraucht wird, wie viel im Batteriespeicher verfügbar ist und wie viel Strom ins Netz eingespeist oder aus dem Netz bezogen wird.

Bei einem Milchviehbetrieb kann das System beispielsweise zu Melkzeiten sowie bei Kühl-, Reinigungs- oder Fütterungsvorgängen einen höheren Energiebedarf feststellen. Bei einem KMU hingegen kann der Spitzenbedarf zu bestimmten Tageszeiten durch Maschinenbetrieb, das Laden von Fahrzeugen oder den Büroverbrauch entstehen.

Ein EMS lernt aus den Mustern an Ihrem Standort und reagiert entsprechend.

 

2. Automatische Anpassung

Sobald das EMS die Situation erfasst hat, kann es die Energieflüsse automatisch steuern.

Wenn Ihre Windkraftanlage und Ihre Solarmodule mehr Strom erzeugen, als Ihr Unternehmen gerade benötigt, kann das EMS den Überschuss in den Batteriespeicher leiten. Ist der Batteriespeicher voll, kann das System entscheiden, ob Strom ins Netz eingespeist oder die Erzeugung gedrosselt wird.

Wenn Ihr Unternehmen mehr Strom verbraucht, als Ihre Wind- und Solaranlage produziert, kann das EMS die Batterie entladen, bevor zusätzlicher Strom aus dem Netz bezogen wird.

Das hilft dabei, Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Von allein passiert das nur selten.

Solarmodule erreichen ihre höchste Leistung tagsüber, vor allem im Sommer. Eine kleine Windkraftanlage erzeugt oft abends, nachts und im Winter mehr Strom. Ihr Unternehmen hat wiederum seinen eigenen Rhythmus. Ein landwirtschaftlicher Betrieb verbraucht möglicherweise früh am Morgen, am späten Nachmittag oder über Nacht besonders viel Energie. Bei einem KMU können während Produktionszeiten oder Lieferfenstern deutliche Lastspitzen entstehen.

Das EMS verbindet diese Komponenten miteinander und sorgt dafür, dass die einzelnen Teile des Systems besser zusammenarbeiten.

 

3. Einstellungen und Bedienelemente

Ein EMS gibt Unternehmen die Möglichkeit, eigene Regeln festzulegen.

Über ein Dashboard können Sie in der Regel bestimmen, wie sich das System verhalten soll. Zum Beispiel:

  • Die Batterie auf einer Mindestreserve von 20 % halten
  • Eigenverbrauch gegenüber der Einspeisung priorisieren
  • Die Spitzenlast aus dem Netz begrenzen
  • Die Batterie bei niedrigen Strompreisen aufladen
  • Gespeicherten Strom nutzen, wenn die Strompreise hoch sind
  • Die Einspeisung in bestimmten Zeiträumen reduzieren oder einstellen
  • Sich auf den zu erwartenden Bedarf im weiteren Tagesverlauf vorbereiten

Für viele Nutzer ist das Dashboard der Teil, der das EMS im Alltag praktisch macht. Sie sehen, woher der Strom kommt, wohin er fließt und wie voll der Batteriespeicher ist.

 

 

Was bringt ein Energiemanagementsystem einem Unternehmen?

Ein Energiemanagementsystem kann auf verschiedene Weise helfen. Was genau es bringt, hängt von Ihrem Energieverbrauch, Ihrer eigenen Energieerzeugung, der Größe des Batteriespeichers und Ihrem Netzanschluss ab.

Für landwirtschaftliche Betriebe und KMU mit mehreren Energieflüssen sind die wichtigsten Vorteile jedoch meist klar:

 

Mehr von Ihrem eigenen Strom nutzen

Wenn Sie Ihren eigenen Strom erzeugen, kommt es auf das richtige Timing an. Ein EMS hilft dabei, Erzeugung und Bedarf besser aufeinander abzustimmen. Dafür entscheidet es, wann Strom direkt genutzt, gespeichert oder an anderer Stelle eingesetzt werden soll.

Es kann zum Beispiel:

  • Überschüssige Solarenergie tagsüber speichern
  • Über Nacht erzeugte Windenergie speichern
  • Batteriestrom nutzen, wenn der Bedarf steigt
  • Ihren eigenen Strom vorrangig nutzen, bevor Strom aus dem Netz bezogen wird
  • Unnötige Einspeisung reduzieren, wenn Speicherplatz verfügbar ist
  • Einstellungen für Batteriereserve, Einspeisung oder Eigenverbrauch berücksichtigen

Für Landwirte kann das bedeuten, mehr eigene Energie für Kühlung, Belüftung, Melken, Bewässerung oder Fütterungssysteme zu nutzen. Für KMU kann es bedeuten, Maschinen, Kühlanlagen, Beleuchtung, Ladestationen oder den Bürobedarf stärker mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen.

 

Spitzenlast im Stromnetz reduzieren

Spitzenlasten entstehen, wenn mehrere Systeme gleichzeitig Strom benötigen. Ein EMS kann dazu beitragen, diese Spitzenlasten zu reduzieren, indem es gespeicherte Energie nutzt oder flexible Lasten nach Möglichkeit verlagert. Dies kann auf folgende Weise geschehen:

  • Den Batteriespeicher in Zeiten hoher Nachfrage entladen
  • Fahrzeuge laden, wenn reichlich Solarstrom verfügbar ist
  • Flexiblen Energieverbrauch über den Tag verteilen
  • Die gleichzeitige Strommenge aus dem Netz begrenzen
  • Unnötige Belastungen des Netzanschlusses vermeiden
  • Die vorhandene Kapazität besser nutzen

Nicht jeder Prozess ist flexibel – ein Melkroboter, ein Kühlsystem oder eine Produktionslinie muss laufen, wenn das Unternehmen dies benötigt. Doch selbst eine teilweise Steuerung kann helfen, wenn mehrere Energieflüsse gleichzeitig stattfinden.

 

Sich mit dem Dashboard einen Überblick über den Energieverbrauch verschaffen

Viele Unternehmen kennen den täglichen Rhythmus hinter ihrer monatlichen Energierechnung nicht. Ein EMS bietet einen klaren Gesamtüberblick und zeigt:

  • Aktuelle Stromerzeugung
  • Aktueller Verbrauch
  • Ladezustand der Batterie
  • Einspeisung und Entnahme aus dem Netz
  • Verlaufsdaten
  • Tages- und saisonale Spitzen
  • Warnmeldungen oder ungewöhnliches Verhalten
  • Einstellungen für die Batterienutzung oder die Einspeisung

Für Landwirte kann das helfen, den Energieverbrauch besser mit den täglichen Abläufen zu verbinden. Sie sehen, was während des Melkens, Kühlens, Lüftens, Bewässerns oder Ladens passiert. Für KMU kann es zeigen, wie sich Produktionsabläufe, Kühlung, das Laden von Fahrzeugen oder Heizungsmuster auf das Stromverbrauchsprofil auswirken.

Diese Erkenntnisse helfen dabei, künftige Entscheidungen besser zu treffen.

 

Auf veränderte Einspeiseregeln und Energiepreise vorbereiten

Einspeiseregeln und Strompreise ändern sich. Ein EMS kann Ihrem Unternehmen helfen, darauf zu reagieren, indem es:

  • Die Einspeisung in bestimmten Zeiträumen reduziert
  • Den Batteriespeicher laden, wenn die Strompreise niedriger sind
  • Gespeicherte Energie bei höheren Preisen nutzen
  • Den Eigenverbrauch priorisieren, wenn die Einspeisung weniger attraktiv ist
  • Sich auf Spitzenzeiten im täglichen Energieverbrauch vorbereiten
  • Energiehandelsoptionen nutzen, sofern relevant

Für Unternehmen mit einem großen Überschuss kann der Energiehandel Teil des Geschäftsmodells werden. Für andere liegt der Hauptvorteil darin, mehr Kontrolle darüber zu haben, wann Energie verbraucht, gespeichert oder exportiert wird.

 

 

Welche Unternehmen profitieren von einem Energiemanagementsystem?

Ein EMS ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Energieflüsse koordiniert werden müssen.

Das betrifft in der Regel Unternehmen, bei denen folgende Faktoren zusammenkommen:

  • Eigene Stromerzeugung, zum Beispiel durch Solaranlagen oder Windkraftanlagen
  • Batteriespeicher
  • Hohem oder schwankendem Stromverbrauch
  • Spitzenlast
  • Ladestationen
  • Pläne zur Elektrifizierung von Geräten, Heizung oder Transport
  • Anschlussgrenzen
  • Interesse an Eigenverbrauch oder Energiehandel

Zu den landwirtschaftlichen Betrieben zählen unter anderem Milchviehbetriebe, Geflügelzuchtbetriebe, Schweinezuchtbetriebe, Ackerbaubetriebe, Obstbaubetriebe, Gartenbaubetriebe und größere Mischbetriebe. Jeder dieser Betriebe hat sein eigenes Bedarfsprofil.

Bei KMU kann ein Energiemanagementsystem für Unternehmen mit konstant hohem Verbrauch, Kühlbedarf, Maschinenbetrieb, Ladeanforderungen, Werkstätten, Logistikhöfen, Lagerhallen, Büros oder mehreren Gebäuden relevant sein.

Die entscheidende Frage ist, wie Ihre Erzeugung, Speicherung und Ihr Verbrauch zusammenwirken – nicht, wie viel Strom Sie verbrauchen. Wenn Ihr Unternehmen nur über eine kleine Solaranlage und keine Batterie verfügt, reicht vorerst möglicherweise ein Überwachungssystem aus. Wenn Sie über Windkraft, Solarenergie und Speicherkapazitäten verfügen oder planen, bald Speicher hinzuzufügen, wird ein EMS zu einer attraktiveren Option.

 

 

Was kostet ein Energiemanagementsystem?

Die Kosten eines Energiemanagementsystems hängen von der jeweiligen Situation ab.

Eine kleinere Überwachungsanlage kostet in der Regel weniger als ein vollständiges Energiemanagementsystem, das Windkraft, Solarenergie, Speichersysteme, Ladestationen usw. steuert. Der endgültige Preis hängt von der Komplexität des Systems ab: Wie viele Anlagen müssen angeschlossen werden, ist ein Batteriespeicher enthalten und welche weiteren Faktoren spielen im Einzelfall eine Rolle?

Als grobe Schätzung gibt Peter Withuis, Commercial Manager für Energiespeicher bei Ecoways, an, dass ein EMS-Abonnement zur Steuerung von Batterie, Windkraft und Solarenergie etwa 700 € pro Jahr* kosten kann. Eine bessere Herangehensweise bei der Betrachtung der Kosten ist jedoch, dass ein EMS auf das von ihm gesteuerte Energiesystem zugeschnitten sein sollte.

Bei einer überschaubaren Anlage sollte man es mit der Software-Ebene nicht übertreiben. Umgekehrt sollte man auch kein einfaches Überwachungstool einsetzen, das versucht, einen komplexen Standort mit Solar-, Wind- und Speicheranlagen, Ladeinfrastruktur und hohem Spitzenbedarf zu verwalten.

Deshalb betrachtet Ecoways das gesamte System: Erzeugung, Speicherung, Verbrauch, Netzanschluss und Zukunftspläne.

*Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Richtwert und nicht um einen Festpreis handelt. Für den Energiehandel sind möglicherweise ein zusätzliches Abonnement oder eine Marktanbindung erforderlich, und für spezielle Konfigurationen sind unter Umständen maßgeschneiderte Lösungen notwendig.

 

 

Energiemanagementsystem, Solarmodule und eine kleine Windkraftanlage: Wie funktioniert diese Kombination?

Wind, Sonne und Speicherung spielen jeweils eine andere Rolle. Solarenergie deckt die Tageslichtstunden ab, Windenergie liefert oft einen größeren Teil des Stroms in den Abend- und Nachtstunden sowie in den kälteren Monaten, und Batteriespeicher halten überschüssigen Strom für die spätere Nutzung bereit.

Das Energiemanagementsystem koordiniert diese drei Komponenten.

So kann das in der Praxis aussehen:

 

 

 

Was bedeutet das für Landwirte?

Für Landwirte geht es bei einem EMS um die Kontrolle über den täglichen Betrieb. Der Energieverbrauch hängt oft mit Systemen zusammen, die nicht einfach angehalten werden können, wenn das Stromnetz ausgelastet ist: Belüftung, Kühlung, Melken, Pumpen, Reinigung, Fütterung und Lagerung – all das erfordert zuverlässige Stromversorgung zum richtigen Zeitpunkt.



 

Was bedeutet das für KMU?

Für KMU hilft ein EMS dabei, den Energieverbrauch in Gebäuden, bei Anlagen, Fahrzeugen und im täglichen Betrieb zu koordinieren. Das Energieverbrauchsbild mag sich zwar von dem eines landwirtschaftlichen Betriebs unterscheiden, doch die Herausforderung ist oft dieselbe: mehr elektrisch betriebene Prozesse, höhere Spitzenlasten und eine stärkere Belastung des Netzanschlusses.






 

 

Braucht man ein EMS, wenn man bereits eine Batterie hat?

In vielen Fällen ja.

Eine Batterie speichert Strom, muss aber gesteuert werden. Ohne die richtige Steuerung lädt sie sich möglicherweise auf, wenn Sie lieber Strom ins Netz einspeisen würden, oder entlädt sich, wenn Sie lieber Energie sparen würden.

Das EMS weist der Batterie eine Aufgabe zu.

Die beste Batteriekonfiguration ist die, die zum jeweiligen Geschäftszweck passt. Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Belüftung und Kühlung hat andere Prioritäten als ein Lagerhaus mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Ein EMS hilft dabei, diese Prioritäten in das System zu integrieren.

 

 

FAQ: Energiemanagementsysteme für Unternehmen

 

Was ist ein Energiemanagementsystem?

Ein Energiemanagementsystem ist eine Kombination aus Hardware und Software, die Energieflüsse misst, analysiert und steuert. Es verbindet Systeme wie Solarmodule, Windkraftanlagen, Batterien, intelligente Stromzähler, Ladestationen und betriebliche Verbraucher miteinander und entscheidet dann anhand Ihrer Einstellungen, wohin der Strom geleitet werden soll.

Was ist der Unterschied zwischen einem EMS und einem Energieüberwachungssystem?

Ein Überwachungssystem zeigt an, was passiert ist. Es erfasst den Energieverbrauch, die Stromerzeugung und Spitzenlasten. Ein EMS geht noch einen Schritt weiter und steuert, was als Nächstes geschieht. Es kann eine Batterie laden oder entladen, Spitzenlasten begrenzen, den Eigenverbrauch priorisieren und vom Nutzer festgelegte Regeln befolgen.

Ist ein EMS für landwirtschaftliche Betriebe relevant?

Ja, insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe mit eigener Stromerzeugung, Batteriespeichern oder hohem Strombedarf. Milchviehbetriebe, Geflügelzuchtbetriebe, Ackerbaubetriebe, Obstbauern und Gartenbaubetriebe können alle Energieverbrauchsmuster aufweisen, bei denen Windkraft, Solarenergie und Speicherkapazitäten zusammenwirken müssen.

Ist ein EMS für KMU relevant?

Ja. KMU mit Solaranlagen, Batteriespeichern, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Maschinen, Kühlanlagen, Werkstätten, Lagerhallen oder mehreren Gebäuden können von einer aktiven Energiesteuerung profitieren. Ein EMS ist besonders dann relevant, wenn Spitzenlasten oder die Netzkapazität ein Problem darstellen.

Funktioniert ein EMS mit Solaranlagen?

Ja. Ein EMS kann Daten von Solarwechselrichtern auslesen, Solarstrom direkt nutzen, überschüssigen Strom in einen Batteriespeicher einspeisen oder Regeln für die Einspeisung anwenden. Solarstrom wird oft tagsüber und im Sommer am stärksten erzeugt, daher hilft das EMS dabei, diese Erzeugung an den Bedarf des Unternehmens anzupassen.

Funktioniert ein EMS mit einer kleinen Windkraftanlage?

Ja. Eine kleine Windkraftanlage kann als Teil eines umfassenderen Energiesystems an ein EMS angeschlossen werden. Windenergie wird oft zu anderen Zeiten als Solarenergie erzeugt, beispielsweise abends, nachts und im Winter. Das EMS hilft dabei, diese Erzeugung mit Speicherung und Verbrauch abzustimmen.

Kann ein EMS eine Batterie steuern?

Ja. Die Batteriesteuerung ist einer der Hauptgründe für den Einsatz eines EMS. Das System kann die Batterie bei Überschussstromerzeugung aufladen, sie bei Lastspitzen entladen und eine Mindestreserve vorhalten, sofern dies in Ihren Einstellungen vorgesehen ist.

Kann ich das System weiterhin selbst steuern?

Ja. Das EMS richtet sich nach den von Ihnen gewählten Einstellungen. In der Regel können Sie über ein Dashboard Einstellungen vornehmen, beispielsweise die Batteriereserve, die Einspeisegrenze, die Priorität des Eigenverbrauchs oder die Spitzenlastgrenze.

Was kostet ein EMS?

Die Kosten hängen von der Anzahl der angeschlossenen Anlagen, dem Steuerungsumfang, der erforderlichen Hardware und dem Abonnementmodell ab. Als grobe Schätzung kann ein EMS-Abonnement zur Steuerung von Batterie, Wind- und Solaranlagen bei etwa 700 € pro Jahr liegen. Dies ist eine Schätzung und kann je nach Konfiguration variieren. Für den Energiehandel kann ein zusätzliches Abonnement oder eine zusätzliche Dienstleistung erforderlich sein.

Ist ein EMS gesetzlich vorgeschrieben?

Einige größere Nichtwohngebäude in den Niederlanden müssen ab 2026 über ein Gebäudeautomations- und Steuerungssystem verfügen, wenn ihre Heizungs- oder Klimaanlage eine Leistung von mehr als 290 kW hat. Ab 2030 sinkt dieser Schwellenwert auf 70 kW. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb oder jedes KMU ein EMS installieren muss. Die Anforderung hängt vom jeweiligen Gebäude und der jeweiligen Anlage ab. Für viele Unternehmen ist der praktische Grund für die Installation eines EMS eine bessere Kontrolle über Energieverbrauch, -erzeugung und -speicherung.

 

 

Das Fazit

Ein EMS bündelt einzelne Energieanlagen zu einem einheitlichen System, erfasst die Vorgänge an Ihrem Standort, analysiert Ihr Energieverhalten und steuert den Stromfluss.

Sowohl für landwirtschaftliche Betriebe als auch für KMU kann dies mehr Kontrolle über den Energiebedarf im täglichen Betrieb bedeuten.

Das Energiesystem rund um Ihr Unternehmen befindet sich im Wandel. Immer mehr Strom wird vor Ort erzeugt, die Netzkapazitäten sind in vielen Regionen knapp, und die Einspeiseregeln sowie die Strompreise ändern sich. Das richtige EMS hilft Ihnen dabei, jeden Tag bessere Energieentscheidungen zu treffen.

 

Möchten Sie mehr aus Ihrer Wind-, Solar- und Batterieanlage herausholen?

Ecoways bietet EMS-Lösungen an, mit denen Sie Ihren Energieverbrauch besser verstehen, steuern und optimieren können. Nehmen Sie Kontakt mit unserem Team auf, um zu erfahren, welche Vorteile ein EMS für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb oder Ihr Unternehmen bieten könnte.